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Metatar­salgie

Vorfußschmerzen / Metatarsalgie

Schmerzen im Bereich der Mittelfußknochen charakterisieren dieses Krankheitsbild.
Vielfältige Ursachen können hier verantwortlich sein. Häufigste Ursache ist der Senk- Spreizfuß. Hierbei kommt es zunächst zu einer Abflachung des Fußgewölbes, bedingt durch die Verkümmerung der kleinen Fußmuskeln zustande, die normalerweise für die Aufrechterhaltung des Fußgewölbes wichtig sind. Als Ergebnis werden im weiteren Verlauf die Mittelfußköpfchen 2 bis 4 übermäßig belastet.

Schmerzen bei Belastung und die schnellere Ermüdung des Fußes sind das Ergebnis. Die Überbelastung wird dann auch an einer schmerzhaften Beschwielung an der Fußsohle sichtbar. Diese Veränderungen gehen häufig mit einer zunehmenden Verformungen der Zehen wie Hammer- und Krallenzehen einher. Eine Hallux Valgus-Deformität ist häufig ebenso sichtbar.

Konservative Behandlung

  • Fußgymnastik zur Kräftigung der kleinen Fußmuskeln
  • Versorgung mit individuell angepaßten Einlagen

Operative Behandlung

Verkürzung der betroffenen Mittelfußknochen zur Verminderung der mechanischen Belastung mit Korrektur der begleitenden Hammer- und Krallenzehen.

Hammer- Krallenzehen

Hammer- und Krallenzehen bestehen häufig ohne weitere Deformität des Fußes, häufig begleiten sie einen Hallux valgus. Meist handelt es sich um eine erworbene und störende Fehlstellung der 2. bis 4. Zehe des Fußes.

Je nach Befund und Beschwerden gibt es unterschiedliche Behandlungsmethoden, die sich am Schweregrad und an der Ausprägung der Erkrankung orientiert.

Konservative Behandlung

Hierzu zählen eine regelmäßige Fußgymnastik und die Verordnung von stützenden Einlagen zur Aufrichtung der Fehlstellung des Senk- und Spreizfußes. Hierzu muß eine sogenannte Pelotte (Vorwölbung) genau an der richtigen Stelle und in der richtigen Größe an der Einlage eingepaßt werden.

Operative Behandlungsmethoden

Zu den operativen Massnahmen zählen eine Vielzahl von Eingriffen mit denen das gestörte Gleichgewicht wiederhergestellt wird, die Druckverhältnisse verändert werden können und der Fuß in seiner Gesamtheit wieder normal funktioniert. Hierzu zählen: Sehnenverlagerungen oder –verlängerungen, Arthrodesen, Operation nach Weil oder Hohman und weitere operative Verfahren.

In Abhängigkeit der zugrundeliegenden Pathologie und des Anspruches des Patienten an „seine“ Füße, muss das passende Verfahren, egal ob konservativ oder operativ, ergründet und angewendet werden.